Eigentlich sagt man vor allem kleinen Kindern intensive Träume nach, besonders vor Alpträumen scheinen sie nicht gefeit – seltener wird darüber gesprochen, dass auch mehr als jeder zweite Erwachsene von den schaurigen Erlebnissen in der Nacht heimgesucht wird. Um zu verstehen, wie es zu den schlechten Träumen kommt und wie man diese besiegen kann, sollte man zunächst genauer die Gründe und Ursachen für Träume generell betrachten.

Jeder Mensch träumt
Das jeder Mensch träumt, ist kein Geheimnis – jede Nacht im Schlaf verarbeitet man aktiv die Geschehnisse des Tages, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Erklärungsansätze für die Ursachen von Albträumen sind hingegen noch sehr umstritten und bisher nicht wissenschaftlich belegt. Klar ist jedoch: nach aufregenden Fernsehfilmen, wie Horrorstreifen, Thrillern oder Krimis herrscht ein deutlich höheres Risiko, von schlechten Träumen geplagt zu werden. Gleiches gilt auch für bestimmte Krankheiten, so sind zum Beispiel Menschen mit Depressionen öfter von chronisch auftretenden Albträumen betroffen.

Träume in der REM-Phase
Ob und wie viel wir träumen, hängt vor allem von der Aktivität unseres Gehirns im Schlaf ab. In der REM-Phase weist das Gehirn die stärkste Gedankenleistung auf – und lässt zahlreiche Bilder vor dem inneren Auge erscheinen, sowohl schöne, als auch schaurige. So werden schnell die tagtäglichen Erlebnisse zu einem echten Gruselkino: der Chef wird plötzlich zum Monster, man stürzt für eine gefühlte Unendlichkeit ins Bodenlose, fühlt sich vom Unbekannten verfolgt oder ist urplötzlich gelähmt. All diese Szenarien kommen in regelmäßigen Abständen bei vielen Erwachsenen vor – und werden oft zu einer starken Belastung, die sogar soweit gehen kann, dass sich eine regelrechte Angst vor dem Schlafen einstellt.

Gegen Albträume ankämpfen – so besiegt man die nächtlichen Begleiter
Doch niemand ist seinen Träumen restlos ausgeliefert. Es gibt viele Möglichkeiten, gegen Alpträume vorzugehen und diese zu besiegen. Die häufigste Methode ist die „Imagery Rehearsal Therapy“, die vor einigen Jahren aus den USA auch nach Deutschland gelangte. Dabei wird zunächst der Inhalt des Traumes schriftlich festgehalten – was oft schon ausreicht, damit er nicht wiederkehrt. Sollte dies dennoch passieren, geht man noch einen Schritt weiter und verändert das Drehbuch des Traumes. Betroffene halten dazu nicht nur fest, was im Traum passierte, sondern überlegen sich auch, wie dieser doch noch zu einem Happy End gelangen könnte oder verleihen ihm eine humoristische Note. Schon wirken die nächtlichen Bilder weniger beängstigend für das Gehirn. In Einzelfällen kommt es dazu, dass man trotz IRT und eigenem Drehbuch immer wieder dieselben Albträume durchleiden muss und sich daraus auch Probleme im wachen Zustand ergeben. Spätestens dann sollte man sich an einen Therapeuten wenden, der mit professioneller Hilfe die IRT unterstützen kann. Oft werden nur wenige Sitzungen benötigt, um dem Patienten wieder einen erholsamen Schlaf zu bescheren.