Das man im Training besser durchstarten kann, wenn man im Vorfeld erholsamen Schlaf genießen konnte, ist bereits hinlänglich bekannt – die Tatsache, dass Sport auch dabei helfen kann, die Schlafqualität zu verbessern, weiß hingegen kaum jemand. Dabei sollte jedoch genau beachtet werden, wann man der körperlichen Aktivität nachkommt und welche Sportart sich am Besten eignet, um den Schlaf markant zu verbessern.

Den richtigen Sport wählen – für einen erholsamen Schlaf
Nicht jede Sportart geht mit einer beruhigenden Wirkung einher, die uns auf einen optimalen Schlaf vorbereitet. Im Gegenteil, denn vor allem Kraftsport und Intervalltraining sorgen für hohe Pulsspitzen und putschen uns für einige Stunden auf, ehe die gewöhnliche Ruhephase eintritt. Diese Sportarten sollten daher vor allem am Morgen und Nachmittag ausgeführt werden, damit der Körper ausreichend Ruhezeit hat, bevor er sich dem Schlaf widmet. Selbiges gilt auch für Wettkämpfe, die mit einem emotionalen Leistungsdruck oder sogar Angst einhergehen. Besonders empfehlenswert für einen gesunden Schlaf sind dagegen Yoga, entspannendes Schwimmen oder Nordic Walking, aber auch ein einfacher Spaziergang am Abend oder langsames Joggen kann dabei helfen, in der Nacht erholsameren Schlaf zu finden. Studien haben bewiesen, dass schon 2,5 Stunden sportlicher Betätigung pro Woche einen nachhaltigen Effekt auf unser Wohlbefinden beim Schlafen haben – man muss also kein Profisportler werden, um von den positiven Effekten zu profitieren.

Was Sport im Körper auslöst
Um genau zu verstehen, warum Sport einen positiven Effekt auf unseren Schlaf hat, sollte man sich die daraus resultierenden Auswirkungen im Körper genauer ansehen. Während körperlicher Aktivitäten steigt unsere Körpertemperatur an, in der anschließenden Ruhezeit dagegen sinkt sie rapide ab – für den Körper ist dies das Signal dafür, dass es Zeit für Ruhe wird. Auch die Nerven, die den ganzen Tag über angespannt waren, kommen so zur Ruhe, was die Bewegungsaktivität während des Schlafens deutlich verringert. Das gleiche gilt übrigens auch für die Stresshormone, die den ganzen Tag über durch mentale oder körperliche Belastung ausgeschüttet werden: Vor allem Ausdauersport hilft dabei, die vorhandenen Stresshormone abzubauen und etwas Ruhe in den Alltag zu bringen.